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Kutschfahrten live

  
Eine fröhliche Planwagenfahrt mit der Familie Bay

- Wahres und Erdachtes –
 

Ein Zuruf des Kutschers, die Pferde ziehn,
und fast lautlos gleitet der Wagen dahin;
doch ein vertrautes Geräusch dringt an unser Ohr,
da klappern acht Hufe melodisch im Chor.  

Wie war es früher, als es luftgefüllte Reifen nicht gab?
Auch damals fuhren Kutschen, bergauf und bergab,
der Radkranz aus Holz mit Reifen aus Eisen
auf holprigen  Straßen  keine angenehmens Reisen!

 

Es gibt sie noch heute, oft prachtvoll gefertigt aus Holz
des Besitzers Traum, seine Freude und Stolz.
Was fällt einem da Besseres ein? - -
Hochzeitskutschen müssen so sein!  

Der Planwagen mit der Kutsche nah verwandt,
fährt heute fröhlich feiernde Menschen über Land.
Eine Planwagenfahrt ist, wie man so hört,
bei Groß und Klein durchaus begehrt,
bei Familienfeiern, vielleicht geplant mit Fantasie,
ist sie manchmal das Tüpfelchen auf dem „i“.
Auch Leute, die mit der Natur verbunden
können unbeschwert die engere Heimat erkunden.

 

Bevor es losgeht, wollen wir den Kutscher begleiten,
er hat auf dem Hof viel vorzubereiten.
Unser Kutscher heißt Werner, eine Frohnatur,
ein stämmiger Mann mit „Kutscher-Statur“.
Übrigens: Kutscher wird man nicht unbesehen,
man muß vorher eine strenge Prüfung bestehen.  

Auf dem Hof herrscht emsiges Treiben.
Es sind zwei Stunden, die noch verbleiben
und bevor sie endgültig verrinnen

wird der Planwagen gereinigt, außen und innen.
Die Pferde gucken ganz verdutzt,
auch sie werden prächtig herausgeputzt.  

 

Jetzt kommt Gela, seine Frau,
sie prüft alles genau
und auch Sascha, der junge Mann
hilft noch, wo er kann.  

Man braucht noch Brote mit Butter, Käse oder Wurst
und Getränke, schließlich kriegt man auch Durst.
Doch niemals wird vergessen,
auch unsere Pferde wollen fressen!
Man legt das Zaumzeug bereit, das Feststagsgeschirr
und letztendlich wissen es nicht nur wir—
auch die Pferde ahnen: Kommen was mag,
aber heute ist wieder ein besonderer Tag.

Nun werden die Pferde angespannt,
Werner kleidet sich in sein Kutschergewand,
auf dem Kopf einen Hut mit breitem Rand.
Jetzt steigt er auf den Kutschbock, alles ist im Lot,
neben ihm seine Frau als lustiger Co-Pilot,
ein kurzes Kommando, die Pferde ziehn,
fast lautlos gleitet der Wagen dahin;
nur ein vertrautes Geräusch dringt an unser Ohr,
da klappern acht Hufe melodisch im Chor.  

Gemütlich geht`s auf bekannten Wegen
dem nahem Treffpunkt in Fornsbach entgegen.
Wir sehen jetzt die Gruppe, die auf uns wartet
und mit uns zu dieser Planwagenfahrt startet.  

 

Die Begrüßung ist herzlich - -
man merkt es recht bald,
es sind lustige Leute, jung und auch alt,
die heute mit „Gerdi“ den Eintritt ins Schwabenalter feiern;
das wird eine „Mords-Gaudi“, so sagt man in Bayern.
Die lustige Gerdi wird „vierzig“ heut
Und als Schwäbin somit endlich gescheit.
Ihr Mann ist da längst schon viel weiter
und schon seit einigen Jahren gescheiter.
Ein Jüngerer ist dabei, es gibt halt so Leut
der ist heute schon mehr als doppelt so g´scheit.

 

Nun steigen sie alle, Bein um Bein
in den wartenden Planwagen ein.
Der Kutscher nimmt Platz und er denkt
bevor er wieder seine Rösser lenkt:
Ich bin, was ich bin
aber es ist doch ein Gewinn,
neben mir eine so fesche Co-Pilotin!
Er nimmt die Zügel, die Pferde ziehn
und fast lautlos gleitet der Wagen dahin,
doch man hört die acht Hufe nicht mehr klappern –
kein Wunder, wenn lustige Leute laut lachen und plappern.

 

Werner lenkt seine Pferde behutsam mit ruhiger Hand,
wohl wissend: Auch sie haben Gefühle und Pferdeverstand;
sie spitzen die Ohren, sie wollen kein Kommando verpassen
und Werner weiß, ich kann mich auf sie verlassen - -
Pferde und Kutscher sind eins,
das gehört bei ihm zum Kutscher-Einmaleins.  

Unsere Gäste sind alle vergnügt und froh,
die gscheit gewordene Gerdi sowieso;
ihr wird ständig zugeprostet,
damit die Kehle ja nicht verrostet 
und in solcher Fröhlichkeit
vergeht wie im Flug die Zeit.  

 

Werner schlägt vor einen kurzen Halt
dort drunten im Täle, kurz vor dem Wald,
da wachsen Sträucher und Büsche –
wer muß, kann dort die Blase entleeren
und nebenbei, wenn er Glück hat, einen Kuckucksruf hören.
Man kann dort auch die Lunge räuchern,
aber nicht im Wald, sondern auf dem Platz vor den Sträuchern.
Jeder soll tun, was er mag,
vielleicht trifft er Fuchs und Has, die sagen sich da „Guten Tag“.  

Schon hält das Gespann,
drunten vor dem Wäldchen an.
Werner gibt zuerst den Pferden Futter,
dann verzehrt er sein Vesper mit Käse und Butter.  

 


 

Plötzlich unsere Milaska ein pferdliches Bedürfnis verspürt
und in Nu einen großen Haufen verliert,
ganz allgemein als „Rossäpfel“ bekannt
im gehobenen Deutsch auch „Pferde-Stuhlgang“ genannt……
Werner hält schon Schaufel und Besen bereit
Und sorgt mit deutscher Gründlichkeit
wieder für einwandfreie Sauberkeit.  

Einer wollt eben seine Zigarettenschachtel entsorgen,
doch heimlich still und verborgen
aber ganz ganz rasch
schiebt er sie wieder in die Tasch.

 

Pause beendet! Unbeschwert geht die Fahrt weiter.
Vor allen Dingen—
Jetzt könnt man doch was singen.
Einer stimmt an: „Schöne Maid …..schöne Maid,
hast du heut für mich Zeit?“
Bevor alle singen, es ist wie verhext,
keiner weiß, wie es weitergeht im Text.
Dann „Waldeslust, Waldeslust“
singen fast alle aus voller Brust.
Der 2. Vers klingt schon wesentlich leiser,
ja, sind die denn plötzlich alle heiser?
Und bei der 3. Strophe
kommt es zur Katastrophe
und all die schönen Lieder 
verstummen wieder.

 

Jetzt wär`s wirklich ganz nett,
wenn man ein Gesangsbüchel hät.
Opa`s sein Enkel
hat genug von dem Geplänkel
er entnimmt seiner Tasche Player und CD,
mancher Song tut älteren Ohren weh.
Die Zustimmung hält sich in Grenzen,
vor allem bei denen mit mehr als 60 Lenzen,
aber niemand übt Kritik –
die Jugend hat eben Ihre Musik.  

 

Später dann trifft einen ein Geistesblitz
Er erinnert sich an einen Pferdeäpfel-Witz.
„Jetzt laß ihn halt machen,
der muß  ja vorher schon lachen“ –
und er fängt an:
Da sieht eine alte Frau, wie ein Mann die Äpfel vom Pferd
Sorgfältig in einen Eimer kehrt.
Sie fragt ihn, was er denn damit macht,
der Mann aber ganz herzhaft lacht
und rückt zurecht seinen Hut - -

 

„Ha, das ist für den Garten und die Erdbeeren gut“
Kopfschüttelnd und murmelnd geht die Frau weiter,
sie überlegt und überlegt und geht wieder weiter.
Da begegnet sie einer jungen Dame, die sich über Ihr Kopfschütteln wundert—
Da sagt die Frau „Jetzt bin ich so alt, in 10 Jahren wird ich Hundert,
aber jetzt werden auch sie den Kopf schütteln und gucka,
der Mann da, streut Roßäfpel über die Preschtling –
wir nehmen daheim immer Zucker!“

 

Die Fahrt geht zu Ende,
man schüttelt sich zufrieden die Hände.
Und am Abend legen sich alle nieder
Und träumen und träumen: So was machen wir mal wieder.
Doch halt! Einer sagte schon vorher „Nie wieder“  

Auch Pferde träumen und Max hatte einen Traum,
da war ein drängelnder Autofahrer, der beachtete ihn kaum.
Und Max wieherte ihn an: „Das ihr euch das traut!
Eines müsst ihr PS-Ritter euch merken,
wir sind die echten Pferdestärken;
den Begriff „PS“ habt ihr doch von uns geklaut!“
Max ist zufrieden mit sich, er hat es gewagt
Und diesem Herren die Meinung gesaft.

 

 

Jetzt sind alle wieder mit ihren Gedanken allein,aber so oder ähnlich kann eine Planwagenfahrt sein.

   
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